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Produktabbildung: Who Cares?

Artikelnummer: 2647076

Who Cares?

An Spaniens Krankenbetten wurde nicht nur geheilt. Hier wurde Gesellschaft gedacht, gemacht oder unterwandert.Erst die Gründung einer modernen Republik, dann ein Bürgerkrieg, schließlich die faschistische Franco-Diktatur. Das Verhältnis von Staat und Gesellschaft war im Spanien der 1930er und 1940er Jahre umkämpft wie nie zuvor. Das Gesundheitswesen gehörte zu den Schauplätzen, auf dem dieses Verhältnis ausgehandelt wurde. Verfechter:innen der Privatisierung von Gesundheit stritten mit Befürworter:innen von wohlfahrtsstaatlichen Ansätzen, weltliche Krankenpflegerinnen forderten das katholische Pflegemonopol heraus, Ärzt:innen verteidigten ihre hegemoniale Position am Krankenbett gegen ein sich wandelndes Berufsbild. Innerhalb dieser zwanzig Jahre wurde Spanien von tiefgreifenden gesellschaftlichen Umbrüchen erfasst, die sich im Bürgerkrieg gewaltvoll zuspitzten.Medizin und Gesundheitswesen wurden dabei zu Arenen jener großen politisch-sozialen Konflikte, die sich an Auseidersetzungen über Klasse, Geschlecht, Ideologie und Religion entzündeten. Während die Demokrat:innen die Republik am Krankenbett verteidigten, bauten die Franquist:innen dort ihre Vision des »neuen« Spaniens auf und legten die Grundsteine für fast vierzig Jahre autoritäre Diktatur.Der Band erscheint vollständig in englischer Sprache.

Preis: 46,00 €

Preis inklusive Mehrwertsteuer, zuzüglich Versandkosten.

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Produktmerkmale

  • Autor: Katharina Seibert
  • Verlag: Wallstein
  • Bindung: Hardcover
  • ISBN / EAN: 9783835357389

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Das Gesundheitswesen in Spanien zwischen 1930 und 1949 war mehr als nur Heilstätte; es war das Schlachtfeld für den Kampf um Staat und Gesellschaft. Hier stritten Privatinteressen mit Wohlfahrtsstaatlichkeit und weltliche Pflege mit kirchlichem Monopol, während Ärzte ihre Macht behaupteten. Medizinische Orte dienten dabei als Schauplatz tiefer politischer und ideologischer Konflikte. Demokraten und Franquisten nutzten Krankensäle strategisch, um ihre jeweilige Vision Spaniens zu festigen. Diese historische Analyse zeigt, wie Gesundheitssysteme Machtstrukturen widerspiegeln und formen, was für ein tiefes Verständnis historischer Umbrüche unverzichtbar ist und aktuelle Debatten anregt.
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An Spaniens Krankenbetten wurde nicht nur geheilt. Hier wurde Gesellschaft gedacht, gemacht oder unterwandert.Erst die Gründung einer modernen Republik, dann ein Bürgerkrieg, schließlich die faschistische Franco-Diktatur. Das Verhältnis von Staat und Gesellschaft war im Spanien der 1930er und 1940er Jahre umkämpft wie nie zuvor. Das Gesundheitswesen gehörte zu den Schauplätzen, auf dem dieses Verhältnis ausgehandelt wurde. Verfechter:innen der Privatisierung von Gesundheit stritten mit Befürworter:innen von wohlfahrtsstaatlichen Ansätzen, weltliche Krankenpflegerinnen forderten das katholische Pflegemonopol heraus, Ärzt:innen verteidigten ihre hegemoniale Position am Krankenbett gegen ein sich wandelndes Berufsbild. Innerhalb dieser zwanzig Jahre wurde Spanien von tiefgreifenden gesellschaftlichen Umbrüchen erfasst, die sich im Bürgerkrieg gewaltvoll zuspitzten.Medizin und Gesundheitswesen wurden dabei zu Arenen jener großen politisch-sozialen Konflikte, die sich an Auseidersetzungen über Klasse, Geschlecht, Ideologie und Religion entzündeten. Während die Demokrat:innen die Republik am Krankenbett verteidigten, bauten die Franquist:innen dort ihre Vision des »neuen« Spaniens auf und legten die Grundsteine für fast vierzig Jahre autoritäre Diktatur.Der Band erscheint vollständig in englischer Sprache.
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